Mittwoch, 31. Juli 2013

Warum die Wirtschaft nicht so weiter machen kann

Im Jahr 2008 brach unser Finanzsystem zusammen. Wir haben davon sehr viel in den Nachrichten gehört, doch in unserem alltäglichen Leben haben wir es zunächst kaum bemerkt. Warum, darauf kommen wir weiter unten.

Erst wollen wir die Frage beantorten: Warum kam es zum Kollaps?

Ein paar Detailinformationen wurden dazu öffentlich genug diskutiert. Sehen wir uns die Makroebene an.

Sehr deutlich erkennt man das Problem, wenn man die Gesamt-Schuldenlast der USA mit dem Bruttoinlandsprodukt der USA vergleicht, siehe dieser Garfik:

Grafik aus: TheEconomicCollapseBlog.com


Erstaunlich ist zunächst, dass dieser exponentielle Anstieg seit 1950 fast mathematisch genau intakt war. Nach Theorie hätte es hier längst Korrekturen geben müssen, doch die wurden durch zunehmende Virtualisierung im Finanzmarkt umgangen.

Beide, das Bruttoinlandsprodukt (engl. GDP) als auch die Schuldenlast (TCMDO ist die Gesamtverschuldung Staat, Unternehmen, Privatpersonen) steigen, wenn man so will, exponentiell.
Nur steigt die Schuldenlast mit einem stärkeren Exponenten. Auf diese weise werden die Schulden im Verhältnis zum BIP immer größer.Wären es einfach Schulden, hätten wir kein so großes Problem. Kredite werden schließlich an all jene vergeben, die (theoretisch) glaubwürdig versprechen, dass sie die Schuld zurückzahlen können. Das Problem ist: Die Zinslast steigt mit den Schulden und wird so zu einer prozentual immer größeren Last für die Volkswirtschaft.

Historische Schuldenquote ... und Guthaben

1929, als mit dem Schwarzen Freitag die große Rezession in den USA begann, lag die Schuldenlast bei ca. 300% des Bruttoinlandsproduktes, 2009 lag sie bereits wieder weit darüber, bei 359% [Forschung Morgan-Stanley]. Bei einem durchschnittlichen Zinssatz von 5% (er dürfte real höher liegen) zahlen die Amerikaner jährlich 2,8 Billionen Dollar Zinsen. Dazu kommen dann noch die Zahlungen für die anderen Finanzpapiere, Dividenden für Aktien und andere Ausschüttungen, die mindestens genauso hoch sein dürften. In Deutschland lag die jährliche Zinslast für die Volkswirtschaft bei 550 Mrd. €, 2012 liegt sie aufgrund der Entwicklungen seit 2008 bei ca. 420 Mrd. € (z.B. gesunkener Zinssatz durch niedrigen Leitzins und Inzahlungnahme maroder Anlagen durch die Zentralbank).

In einem so fortgeschrittenen System findet man immer weniger kreditwürdige Stellen, um die Schulden weiter wachsen zu lassen. Ein Kollaps ist unvermeidlich. Also überredete man 2001, auch mit Hilfe eines Programms der Regierung, Menschen die ihr Haus schon abbezahlt hatten, zur Refinanzierung ihrer Immobilien. Und man schuf Hausfinanzierungen, die mit ihrer jährlich steigenden Last am Anfang bezahlbar aussehen aber dann für die Schuldner nicht mehr zu leisten sind. Man wusste entweder von Anfang an oder irgendwann später, dass diese Kredite platzen würden und verpackte sie in undurchsichtige Fonds, die CDOs. Diese wurden an andere Banken verkauft. Auch hier kann man nur Vermutungen anstellen ob absichtlich staatliche Banken wie z.B. die deutschen Landesbanken dafür als Kunden auserchoren wurden. Durch die Involvierung der Staaten jedenfalls wurde sichergestellt, dass öffentliche Haushalte beim Platzen der Blase finanziell betrofen sind. So etwas könnte ein gängiges Prinzip der Finanzbranche sein. In einem abgehörten Telefonat der Anglo Irish Bank erkennt man die moralische Ebene auf der gearbeitet wurde [Veröffentlichte abgehörtes Gespräch im Irish Independent]: Fitzgerald: "Yeah. They've got skin in the game and that is the key." [hier zum Anhören]

Die "Rettung"...

Über die Involvierung der Staaten in den Kollaps und die Drohung des systemrelevanten Zusammnbruchs wurde der Staat genötigt, die vorher geschaffene Kreditblase zu übernehmen. Damit wurden die vorher virtuellen Gewinne aus diesen Anlagen vom Staat abgesichert und zu dessen Schulden gemacht. Hier die US-Staatsschuldenentwicklung, man erkennt deutlich den Sprung von rund 65% des BIP auf über 100% des BIP.


Grafik aus: TheEconomicCollapseBlog.com

(Dieser Umstand hat den Status Quo im Finanzsektor von 2008 in etwa aufrecht erhalten und v.a. deshalb merken wir im Alltag in Deutschland nicht viel von den Auswirkungen der Krise.)

Genauso lief es auch z.B. in Spanien, wo auch noch eine Inlands-Immobilienkrise von Staat abgefangen wurde. "Die private und öffentliche Verschuldung sei seit dem Jahr 2007 in den 18 führenden Wirtschaftsländern um 33 Billionen Dollar gestiegen." [FAZ] So wurden die USA und die Europäischen Staaten zu den Trägern der Schuld, die durch unreale Finanzprodukte und ihre Gewinne geschaffen wurde. Anschließend wurden dann die hohe Schuldenlast den Staaten zum Vorwurf gemacht und ihnen (von US Ratingagenturen) mangelnde Kreditwürdigkeit unterstellt. So stiegen die Marktzinsen und die Staaten wurden in Zahlungsengpässe und Verschuldungsfallen getrieben.

Seit 2010 werden Staaten zunehmend erpresst, ihre Sozialleistungen zu reduzieren und ihre Werte, Land, Fischereirechte, Infrastruktur usw. zu verkaufen um diese Schulden zu tilgen. Damit werden Staaten enteignet und somit auch das Gemeinschaftseigentum der Bevölkerung. Die Schulden der Staaten jedoch wurde seit Ausbruch der Staatsschuldenkrise 2010 nicht kleiner sondern größer. Solange "Hilfsgelder" nur zur Zahlung von Kreditzinsen verwendet werden [Banken wurden saniert - Bevölkerung verarmt], können die Staaten nie auf einen nachhaltigen Kurs gebracht werden.

Die Gefahr...

Die Gefahr besteht nun darin, dass dieser Prozess so weiterbetrieben wird, bis über den ESM, der die Staatsfinanzen der EU miteinander verbindet, alle Staaten in diesen Ausverkauf getrieben sind. Ist das Staatseigentum veräußert, Bahn, Energierzeuger, Wälder, Ländereien, und sind die Staaten dann hoch verschuldet, befindet sich das öffentliche Eigentum im Besitz von Finanzinstituten und reicher Privatpersonen. Dann wird die Position der Staaten im Vergleich zur Macht der Finanzinstitute noch ungleich schwächer sein. All die Rendite- und Zinszahlungen werden in der Zukunft nicht bezahlt werden können, es wird dann zu einem erneuten Kollaps kommen. Wohl dem, der dann die Sachwerte in seinem Besitz hat. Die Breite der Bevölkerung ist daran jedoch kaum beteiligt.
Die Frage muss erlaubt sein: Was ist eine Demokratie wert, wenn der Staat eingentlich Gläubigern gehört?


Die Sparpolitik des Staates kann nicht zur Lösung führen. Nur Geld, das für Konsum (auch industriellen und staatlichen) ausgegeben wird, kann das Bruttoinlandsprodukt erhalten und steigern. Geld, das gespart oder angelegt wird, fehlt im BIP. Erst durch Kreditvergaben kommt dann wieder Geld in Umlauf. Der Staat kompensiert diese Lücke und er kann das im jetzigen Finanzsystem nur, indem er Kredit aufnimmt, also mehr ausgibt als er einnimmt. Aber das sei Inhalt eines anderen Artikels, hier ein Einblick: Interview mit Heiner Flassbeck.

Lösungen finden Sie z.B. hier im Blog [1, 2] und im Buch Goodbye Wahnsinn
Vom Kapitalismus und Kommunismus zum menschengerechten Wirtschaftssystem


Christoph Ulrich Mayer, 7/2013

Mittwoch, 24. Juli 2013

Wie das Wirtschaftswunder wirklich zustande kam


Bei der ARD lief kürzlich ein Report über das Wirtschaftswunder. Und tatsächlich wundert man sich, was sich bis heute alles als falsche Annahme und Darstellung des Deutschen Wirtschaftswunders herausgestellt hat.
Hier zur Sendung (in der Mediathek):
ARD-Report_unser-wirtschaftswunder-die-wahre-geschichte
bzw. bei Youtube
Ungesehene Erkenntnis 1:
Was oft ausgeblendet wird ist, dass es in anderen Ländern wie Frankreich ebenfalls ein Wirtschaftswunder gab. Nicht nur in Deutschland. Es war also eher ein Phänomen der Nachkriegszeit und des Wiederaufbaus als des deutschen Fleißes.

Ungesehene Erkenntnis 2:


Die Währungsreform war essentiell für die aufblühende Wirtschaft. Jedoch war nicht Ludwig Erhard der Urheber der Währungsreform 1948 sondern die USA. Die Deutsche Mark war bereits seitens der USA gedruckt, bevor deutsche Währungsexperten (pro Forma und auch ohne Ludwig Erhard) in der "Konklave von Roth-Westen" 1948 zusammengerufen wurden um über eine neue Währung zu reden.

Ungesehene Erkenntnis 3:
Durch den Marschall-Plan wurden Baumwolle und Tabak aus den USA geliefert.
Entgegen der damaligen Darstellung wurden jedoch nicht Maschinen ins Land gebracht und mit US-Geldern Fabriken wieder aufgebaut, so Wirtschaftshistoriker Werner Abelshauser. Zudem seien deutsche Industrieanlagen nicht so stark zerstört gewesen wie zunächst angenommen und konnten relativ schnell wieder verwendet werden.
Viel wichtiger seien die Ingenieure und Wissenschaftler gewesen, die aus dem Osten in den Westen gebracht wurden und durch die Firmen wie Audi in Ingolstadt gegründet werden konnten.
Die deutschen Automobilhersteller konnten auf das Massenfertigungs-Know-How der Amerikaner und rückkehrenden Deutsch-Amerikaner zurückgreifen und erreichten so einen Vorsprung vor der Europäischen Konkurrenz.

Laut Peter Sichel (ehem. Leiter CIA) wollten die Amerikaner vor allem verhindern, dass Europa kommunistisch wurde.

Ungesehene Erkenntnis 4:
Im Londoner Schuldenabkommen wurden (West-) Deutschland 1953 die Hälfte seiner Schulden erlassen. Zudem wurden im Gegensatz zu 1918 keine Reparationszahlungen gefordert. Dies ermöglichte ganz wesentlich das Wirtschaftswunder.

Betrachtungen dazu:

Die USA war nach dem Krieg und bis zum Fall der Deutsch-Deutschen Mauer sehr daran interessiert, das westliche Modell von Politik und Wirtschaft gegenüber dem kommunistischen Modell gut aussehen zu lassen. Die Währungsreform schaffte breit verteilte Vermögen, Sicherheit und Leistungsanreiz. Kapitaleinkommen spielte damals kaum eine Rolle, weil es zumindest im Inland kaum mehr große Kapitalanhäufungen gab. Sachvermögen (z.B. Besitz an Unternehmen, großen Immobilien) wurde mit Ausgleichszahlungen belastet. Jeder bekam erst 40DM, später nocheinmal 20DM, anderes Bargeld existierte nicht. So entstanden annähernd gleiche Voraussetzungen für weite Teile der Bevölkerung. Ein Großteil des Erlöses aus der Wertschöpfung wurde dadurch zu Arbeitseinkommen. Die Differenz von höchsten zu niedrigsten Löhnen in einem Unternehmen war höchstens 10:1, ganz anders als heute in Zeiten von Millionengehältern und -boni.
Durch die soziale Marktwirtschaft entstand zusätzlich ein Gefüge aus breitem Wohlstand und sozialer Absicherung.

Seit das Konkurrenzmodell Kommunismus quasi verschwunden ist, wurden in Deutschland Sozialsysteme eher abgebaut und Europäische Staaten gerieten in Folge der Finanzkrise 2008 (Kapitalkrise, durch US-Banken verursacht, wenn nicht gar insziniert, siehe Dokumentarfilm "Inside Job") in Schuldenkrisen. Staatseigentum und Sozialsysteme werden zunehmend "veräußert", um die weiter steigenden Zinszahlungen leisten zu können.

Ein Schuldenschnitt, wie er damals Deutschland zugestanden wurde, fand und findet nicht statt. So stieg die griechische Staatsschuldenlast vom Beginn der "Retung" 129% des Bruttoinlandsproduktes bis 2013 auf 179% des Bruttoinlandsproduktes [Artikel]. Dies ist kein Weg aus der Krise und auch kein Weg in eine gesunde Wirtschaft. Ein gesunder Weg führt nur über die Erhöhung der Wirtschaftsleistung und Warenabsatz der Krisenländer, nicht über Austeritätspolitik (Politik des staatlichen Sparens).


Das Problem sind nicht in erster Linie die Fehler, die von den Griechen, Portugisen, Spanier, Italiener, Franzosen usw. begangen wurden. Das Problem ist vor allem, dass die virtuellen Gewinne aus den Finanzblasen durch die staatliche Rettung in Staatsschulden und damit reale Forderungen umgewandelt wurden.

Grafik: Entwicklung der Geldmenge M3 (Giralgeld und kurzfristige Kredite/Anlagen) in Europa, Zahlen vom Statistischen Bundesamt
Diese Forderungen stellen Guthaben dar, um deren Erhalt sich die Finanzwelt sorgt. Dass die Politik in diesem Spiel den Interessen der Finanzwelt folgt statt die der Mehrheit der Staatsbürger, zeugt davon dass die Demokratie längst einer Plutokratie bzw. Plutonomie, wie es die Citibank ausdrückte, gewichen ist. Aus dieser Demokratiekrise kommt man nur durch eine Veränderung des Wirtschafts- und Finanzsystems (der sanfte Weg) oder durch revolutionäre Enteignungen (Kahlschlag) heraus, denn derzeit zeichnen sich in der politischen und wirtschaftlichen Landschaft leider keine Tendenzen zur nachhaltigen Lösung dieses Problems ab.

Christoph Ulrich Mayer, 7/2013
Mehr dazu im Buch Goodbye Wahnsinn
Vom Kapitalismus und Kommunismus zum menschengerechten Wirtschaftssystem

Dienstag, 9. Oktober 2012

Video-Webinar: Gerechtes Wirtschaftssystem

Der Web-Vortrag / das Webinar ist nun online gestellt, Thema:

wie unser Finanz- und Geldsystem zu Armut und Reichtum führt und welche Lösungen es dafür gibt.


Hier die Playlist:

http://www.youtube.com/playlist?list=PLBk9iPeVfAq4xV7xo3MLvDQmii5yuJ-Jl&feature=view_all


Webinar gerechtes Wirtschaftssystem Einzelteile:

Teile 1: Einführung, Werte, Gerechtigkeit



2 Vermögens- und Einkommensverteilung in der Volkswirtschaft


3 Geldmarktverzerrungen




4 Wie entsteht Geld (nicht)?




5 Lösungen Übersicht, Vermögenssteuer




6 Vollgeld




7 Umlaufsicherungsgeld




8: konkurrierende private Währungen, österreichische Schule


9: Geldmengenerhöhung in der Realwirtschaft & Wertschöpfungsentgelt




10: Höhere Löhne




11: Social Business & Gemeinwohlökonomie



12: Bedingungsloses Grundeinkommen




13: Vermögensbegrenzung




14: Zusammenfassung

Dienstag, 13. März 2012

Bericht in der ARD über unser Schuldgeldsystem

In der ARD lief am 12.3. der Beitrag
"Die Story im Ersten: Die Welt auf Pump"
Hier ist er zu sehen:
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=9798848

Information

Angeblich haben wir über unsere Verhältnisse gelebt, uns zu viel geleistet: Auf jedem Deutschen lastet eine Staatsschuld von fast 26.000 Euro. Weltweit stehen die Industrieländer mit 55 Billionen Euro in der Kreide. Jetzt sollen es die Bürger richten - sprich Sparen, hämmert uns die Politik ein. Die Staatsverschuldung hat weltweit Billionen umverteilt - von unten nach oben. Mit den Schulden explodierten die Vermögen der Millionäre dieser Welt. Warum? Gierige Banker? Arglose Politiker? In einem Gewinnmaximierungssystem, das angeblich alternativlos ist? Die Staatsverschuldung und die Dominanz der Finanzoligarchie ist eine Gefahr für unser Gemeinwesen und die Demokratie, urteilt der Wirtschaftsexperte Prof. Max Otte.

Montag, 13. Februar 2012

Das Wertschöpfungsentgelt - Eine Lösung

Hier also die Vorstellung des Konzeptes „Wertschöpfungsentgelt“. Ich kann hier nur einige Aspekte und Zusammenhänge als Stichpunkte bringen, für ein genaues Verständnis muss ich auf mein Buch verweisen.

Ebene 2: Vorbetrachtungen

       Die Produktivität unserer Wirtschaft wächst jährlich im Schnitt um 2,3%, das heißt, dass der „Output“ ebenfalls um 2% bis 3% wächst.
       Wenn es keine Deflation geben soll, muss die Geldmenge mit der Warenmenge wachsen, idealerweise im selben Maß.
       Silvio Gesell hat 1920 untersucht, warum man eigentlich Zins auf Geld erlangen kann, mit Waren funktioniert das ja auch nicht. Er kam zu der Erkenntnis, dass der Geldgeber stets im Vorteil ist, weil Geld nicht an Wert verfällt, jede andere Ware schon. Mit einer Gebühr auf Geld, das einen Wertverlust von z.B. 1% monatlich verursachte, sollte nach seiner erdachten Lösung jeder Geldinhaber unter Druck stehen, Geld zu verleihen oder zum Konsum zu verwenden. Dadurch würden Geldgeber ihr Geld auch dann verleihen, wenn sie keinen Zins dafür bekommen. Der Zins würde marktwirtschaftlich innerhalb einer relativ kurzen Zeit auf null sinken (Angebot und Nachfrage bzw. Machtverhältnisse im Markt korrigiert).
       John Maynard Keynes hat diese Lösung von Silvio Gesell verarbeitet und hat vorgeschlagen, immer für eine leichte Inflation des Geldes zu sorgen, so dass auf diese Weise der Druck auf den Geldbesitzer ausgeübt wird, seine Reserven zu investieren oder zu verkonsumieren. Dies ist heute noch die Basis für die Geldmengensteuerung der Zentralbank. Man steuert die Geldmenge so, dass man 1 bis 2 Prozent Inflation sieht.
       Diese Lösung führte jedoch nicht zu dem Sinken von Zins auf null und nicht zum Verschwinden der Vermögenseinkommen, sondern in den letzten Jahrzehnten zu immer mehr ausufernden Vermögenseinkommen. Aus einem Grund: Die Geldschöpfung erfolgt nur bei den Banken und nur die Banken, deren Eigentümer und deren Großanleger profitieren von dem Geldschöpfungssystem. Alle anderen werden über Kredite immer mehr enteignet.

Ebene 3: Das Wertschöpfungsentgelt als Lösung

Verlegt man die Geldschöpfung weg von der Finanzwirtschaft hin zu der Realwirtschaft und deren Mitarbeitern, dann steigen die Bruttolöhne/ -gehälter, damit die Steuereinnahmen und der Staat kann sich entschulden. Es korrigiert den Buchungsfehler unseres Systems am Ursprung.

       Es ist bei Weitem logischer und sinnvoller,
Geldmengenerhöhung dort zu vollziehen, wo real geschaffener Wert entsteht.
       Wir verlegen die Geldschöpfung zur Wertschöpfung
       Empfänger des Wertschöpfungsentgelts sind alle Unternehmen, die reale, gesellschaftsrelevante Wertschöpfung erzeugen.
       Wertschöpfend ist: Alle Leistungen, die aus aktiver Tätigkeit entstehen und gesellschaftsrelevanten Nutzen bringen. Dazu gehören Güter und Dienstleistungen aber auch Kultur, Bildung, Wissenschaft oder Naturerhalt, für die kein direkter geldlicher Nutzen berechnet werden kann/ sollte.
       In den letzten 60 Jahren wurde jährlich im Durchschnitt 10% neues Geld geschaffen! Dieses Geld, in 2010 wären das 220 Mrd. Euro gewesen, kann nun an wertschöpfende Unternehmen verteilt werden.
       Die Wertschöpfung von Unternehmen kann aus heutigen Bilanzen, sogar im Nachhinein, berechnet werden:
Wertschöpfung = Umsatz – Vorleistungen – Abschreibungen
       Die (beispielsweise) 220 Mrd. Euro werden vom Finanzamt anteilig an alle Wertschöpfenden Unternehmen verteilt. Je höher die Wertschöpfung, desto höher das Entgelt.
       10% dieses Wertschöpfungsentgelts müssen die Unternehmen zinslos in Unternehmen der gemeinnützige Gesellschaften investieren (dazu muss es strenge Regeln zur Vermeidung von Fetterlnwirtschaft geben).
       80% des Wertschöpfungsentgelts müssen den Arbeitnehmern und verantwortlichen Unternehmern gutgeschrieben werden.
       Diese können entweder gemeinschaftlich oder individuell darüber entscheiden, ob sie das Geld ausbezahlt haben wollen oder ob sie es dem Unternehmen lassen, dafür einen Unternehmensanteil in dieser Höhe erwerben. Dadurch wächst die Macht der Leistungserbringer am Produktivmaterial.
       Wenn das Wertschöpfungsentgelt in Höhe von ca. 2% des Bruttoinlandsproduktes ausbezahlt wird, wirkt es preisneutral.
       Wenn das Wertschöpfungsentgelt in Höhe von ca. 4% des Bruttoinlandsproduktes ausbezahlt wird, bewirkt es eine leichte Inflation, die Geldinhaber auch ohne Aussicht auf Vermögenseinkommen motiviert, ihr Geld zu verleihen oder zu verkonsumieren.
       Diese Inflation wirkt zugunsten der Realwirtschaft und Leistungserbringer, nicht mehr zugunsten der Finanzwirtschaft!
       Wenn das Wertschöpfungsentgelt in Höhe von ca. 8% des Bruttoinlandsproduktes ausbezahlt wird, wirkt es als stärker inflationär und entwertet Vermögen, das nicht investiert ist. Damit wird auch Geld in Steueroasen entwertet. Der Effekt der heutigen Inflation wird umgekehrt: Arbeit wird mehr wert, das Vermögenseinkommen schrumpft.
       Die Geldschöpfung bei den Banken würde abgeschafft werden, indem innerhalb von z.B. 5 Jahren die Mindestreserve auf 100% erhöht wird.
       Dies ist möglich, weil die Realwirtschaft sich entschuldet und sich aus durch das Wertschöpfungsentgelt ohne Kredit ihr Wachstum finanzieren kann.

Ebene 4: Auswirkungen des Wertschöpfungsentgelts

       Die Geldmenge wächst mit der Produktivität und an der richtigen Stelle.
       Neuem Vermögen stehen nicht mehr neue Schulden gegenüber!
       Staaten, Unternehmen und 90% der Bevölkerung werden entschuldet!
       Dadurch wird die Trennung der Unternehmen vom Kapital gelöst.
       Dadurch wird die Trennung der Arbeit(er) von den Produktivmitteln gelöst!
       Mangel durch das Geldsystem wird aufgelöst
       Geld- und Machtkonzentrationen werden aufgelöst
       Damit wird Freiheit und Demokratie erst wirklich möglich!
       Die Vermögenseinkommen schrumpfen, Arbeitseinkommen steigen.
       Gesellschaftsnützliche Tätigkeiten werden mehr entlohnt,
       nicht wertschöpfende Tätigkeiten werden weniger entlohnt.
       Die Macht der Banken wird immer weiter reduziert
       die Politik wäre nicht mehr Bankenkrisen erpressbar
       Staaten werden unabhängiger.
       Es steht mehr Geld für Nachhaltigkeit und Werteverwirklichung zur Verfügung
       Der Wachstumszwang verschwindet mehr und mehr, weil keine Schulden zur Steigerung zwingen
       Arbeitszeiten können gesenkt werden
       Arbeit wird besser verteilt, Wohlstand ebenfalls
       Armut verschwindet mehr und mehr
       Dies gilt auch weltweit
       Es gäbe wieder Gerechtigkeit (Geben=Nehmen) bei der Verteilung der Gelder!
       Das Arbeitseinkommen würde (bei 10% Neugeldschöpfung) im ersten Jahr um 15% steigen! Ebenso die Steuereinnahmen!
       Das Arbeitseinkommen würde rechnerisch langfristig 2 bis 7 mal so hoch sein wie heute (Vermögenseinkommen sind auch Inflationsniveau reduziert, der Geldumlauf wird voraussichtlich von heute 1,8 auf einen gesunden Wert von 6 steigen).
       Arbeit würde sich wieder lohnen (auch gegenüber z.B. Harz IV).
       Es würde ein Ausgleich zur Einkommensteuer geschaffen.
       Schwarzarbeit würde deutlich weniger rentabel.
       Die faire Verteilung der Früchte der Wirtschaft in der Breite der Bevölkerung, wie sie Ludwig Erhard vorschwebte, würde Realität.
       Wir können aus der Fülle heraus und aus eigenem Antrieb heraus leben. Und damit in echter Freiheit.
       Die Ausbeutung würde auch international aufhören, es würde mehr Frieden in der Welt einkehren.
       Die Staatseinnahmen könnten parallel um 30% steigen.
       die Finanzierung des Staates und der Renten wäre kein Problem. Auch Arbeitslosengeld & Sozialhilfe kann auf einem fairem Niveau geleistet werden.
       Finanzkrisen gäbe es nie mehr in der heutigen Form.
       Wir könnten uns jede Form des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit leisten!
       Da es keine virtuellen Gelder mehr gibt, sind die Kontoguthaben sicher und können auch bei Bankeninsolvenzen nicht verschwunden.
       Spekulationsblasen durch „Exzesse auf Pump“ würden vermieden werden. Der Geldfluss würde stetiger werden, die Konjunkturzyklen sanfter verlaufen.
       Die Geldmenge wäre erstmals tatsächlich und direkt von der Zentralbank bestimmbar und kann nach realwirtschaftlichen Anforderungen wie Preisstabilität gesteuert werden (was heute nur indirekt durch Leitzins versucht werden kann).
       Jeglicher Gewinn aus Geldschöpfung käme allen gesellschaftsnützlich tätigen Bürgern zugute, nicht mehr Banken, ihren Inhabern und Großanlegern.
       Usw. usw. !

Ebene 5: Weitung des Blicks

Damit die höhere Gelverfügbarkeit nicht zu größerer Ausbeutung von Natur und Rohstoffen führt, sollten wir parallel den Geldstrom auf dem Produktivmarkt werte- und nachhaltigkeitsgesteuert lenken. Dies kann z.B. durch ein Werte-Siegel ( www.Werte-Siegel.de ) oder durch ein Gemeinwohl-Ökonomie-Siegel ( www.Gemeinwohl-Ökonomie.org) geschehen. Man fügt dem Regelkreis „Markt“ sozusagen ein Thermostat für Werthaltigkeit hinzu.

Weitere Zusammenhänge findet Ihr in meinem Buch „Goodbye Wahnsinn“.

Problemanalysen - Basis für das Wertschöpfungsentgelt

Als nächsten Post werde ich mein Konzept „Wertschöpfungsentgelt“ vorstellen.

Es ist die wichtigste Kernlösung aus meinem Buch, sowohl die Herleitung ist sehr umfassend, in einem Blog nur anreißbar, auch seine Auswirkungen sind sehr umfassend. Trotzdem ist die Lösung sehr einfach und kann das Bestehende System sanft erweitern bzw. verändern. Mehr dazu im nächsten Blog-Eintrag. 

Zunächst Ebene 1: Einige Problemanalysen

Ebene 1a) Problemanalyse Wertschöpfung und Belohnung

Jeder der Geld verlangt oder bezieht tut dies, um damit Leistungen in Anspruch zu nehmen. Sei es der Erwerb von Gütern wie Lebensmitteln oder LCD-Fernsehern oder der Erwerb von Dienstleistungen wie ärztliche Behandlungen oder Haare schneiden.

Menschliche Arbeit und die Natur erbringen zusammen 100% der Leistung, die Menschen in Anspruch nehmen.
Produktivitätsmittel –wie Computer und Roboter – potenzieren die Menschliche Arbeitskraft. Sie sind ebenso zu 100% von Mensch und Natur erzeugt und erdacht worden. Man muss sich klar machen, dass Geld nicht arbeitet. Jeder Geldzuwachs muss entweder durch Leistung gedeckt werden oder führt zu Inflation. Wenn es nur gespart wird, führt es zur Machtvergrößerung bei dieser Bevölkerungsgruppe statt zur Inflation.

Jede Leistung, die Menschen etwas wert sind, werden bezahlt und sind über die Gesamteinnahmen aller Unternehmen sichtbar – ausgenommen Schwarzarbeit, ehrenamtliche und zwischenmenschliche Dienste. Diese Gesamteinnahmen betragen 4.891 Mrd. Euro pro Jahr. Darin finden sich doppelte Buchungen wieder, z.B. wenn ein Autohersteller Teile zukauft, diese dann im Auto später wieder verkauft werden. Deshalb müssen von den 4.891 Mrd. Euro die Vorleistungen in Höhe von 1.890 Mrd. Euro abgerechnet werden. Übrig bleiben 3.001 Mrd. Euro, die also real an Leistung erbracht wurden. Davon wurden ca. 1.040 Mrd. € durch den Staat geleitet, weiter ca. 1.030 Mrd. € durch das Finanzsystem umgeleitet (Zins & Renditen), siehe Kapitel 24.3: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/Querschnittsveroeffentlichungen/StatistischesJahrbuch/Jahrbuch2009.psml.

Diese gesamte Leistung wird von den arbeitenden Menschen erbracht (36 Mio.) und werden dann an alle Menschen verteilt (82 Mio).

Das bedeutet: Alle Nebenkosten des Arbeitseinkommens wie Einkommensteuer, Arbeitgeberanteil der Renten- und Arbeitslosenversicherung, Krankenkasse usw. (und damit auch alle Renteneinkommen, Arbeitsloseneinkommen, Kosten des Gesundheitssystems usw.) werden von den Arbeitenden getragen. Darüber hinaus letztlich auch noch die Umsatzsteuer, Unternehmensteuer und Kapitalabführungen der Unternehmen (welche zu Vermögenseinkommen werden).
Und die Arbeitenden erbringen alle Leistungen der Volkswirtschaft, die von Arbeitenden, Rentnern, Arbeitslosen, Privatiers oder Kranken in Anspruch genommen werden (da niemand sonst Leistungen erbringt).

Besteuert werden heute nahezu nur die Leistungsentgelte. Man spricht schon von einer Wertschöpfungssteuer (z.B. milton2011 hier im Forum), was im Grunde ein ehrliche Begriff ist. Würde man Sozialeinkommen besteuern, musste man diese um den gleichen Betrag erhöhen wie die Steuern, die dazukommen – es bringt also nichts. Vermögenseinkommen wird heute nur geringfügig versteuert. Ein Teil des Vermögenseinkommens wird mit 25% (Quellensteuer) besteuert, doch der Großteil bleibt ohne Versteuerung, faktisch lagen die Einnahmen der öffentlichen Hand aus Vermögenssteuer bei gerade einmal 7,9 Mrd. Euro.

Die Fakten:
EKSt: Arbeitnehmer: 181,3 Mrd. , Arbeit gesamt: 246 Mrd. Euro (mit Selbst. % Geschäftsführern)
Vermögensteuer: 7,9 Mrd. Euro
Sozialversicherungsbeiträge (auch Renten): bezahlt durch Arbeitseinkommen 550 Mrd. Euro (inkl. Zuschuss zur Rentenkasse durch Steuergelder), durch Vermögenseinkommen 0 Euro.

Liegt es da nicht auf der Hand, dass dazu ein Ausgleich geschaffen werden sollte?

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Ebene 1b) Geldschöpfung heute und ihre Wirkung:

Die Gesellschaft ist überschuldet, so liest man oft in den Print-Medien.
Wir haben aber ein Geldsystem, in dem jedem neuen Vermögen neue Schulden in gleicher Höhe gegenüberstehen müssen.
Das bedeutet: Jemand hat das Vermögen, mit dem „die Gesellschaft“ angeblich verschuldet ist.

Wie die Geldschöpfung funktioniert, erklärt z.B. die FAZ:

Was die FAZ aber nicht beschreibt ist, dass die Banken für ihre (geschöpften) Kredite Zins verlangen und so an jeder Geldschöpfung mittelfristig verdienen.
Diese Form der Geldschöpfung in Kombination mit dem Zins/ Renditesystem führt zum exponentiellen Wachstum.
Die Geldmenge wächst exponentiell, die Schulden des Staates und der Unternehmen wachsen exponentiell und die Vermögen ebenfalls.
Schön dargestellt ist die Parallelität der Vermögen und Schulden u.a. in Margrit Kennedys Buch „Occupy Money“, Grafik auf S. 26.
Was nur wenigen bewusst ist: Durch dieses System wachsen die Schulden also um so schneller, je mehr wir unsere Produktivität steigern.

Man kann dazu zig Argumente aufführen, zig Gegenargumente widerlegen aber ich will mich hier auf eines konzentrieren, das letztlich alles beweist:
„Wirksamkeit ist das Maß der Wahrheit“ (Hawaiianisches Huna-Prinzip) bzw. „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“ (Christliche Weisheit aus der Bibel).
ð  Am Ergebnis erkennt man die Wirkung der Systemregeln.

Deutsche Unternehmen haben seit 1948 insgesamt 2,4 Billionen Euro Handelsbilanzüberschuss erzielt, sind aber mit 3,6 Billionen Euro verschuldet.
Der Staat hat angeblich die Geldmenge erhöht. 1948 war sie bei ca. 48 Mrd. Euro, heute liegt sie bei ca. 4,5 Billionen Euro, doch er Staat ist mit 2 Billionen verschuldet. Die Bürger haben dagegen ein Geldvermögen von ca. 5 Billionen Euro, Gesamtvermögen von ca. 8 Billionen Euro, 10% der Bevölkerung gehört davon mindestens 61% (Zahl von 1998, heute sicher höher) http://www.bpb.de/wissen/U4CJQA,0,0,Verm%F6gensverteilung.html. Zählt man die Vermögen der 300 reichsten Menschen Deutschlands zusammen, sind das 2008  472 Mrd. €, also sind ca. 6% des Gesamtvermögens in Deutschland in der Hand von 0,0004% der Bevölkerung (Managermagazin 12/2008) hier die von 2006 online: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,441715,00.html .

Dies ist letztlich ein gigantischer Buchungsfehler, siehe dazu auch dieser exzellente Artikel: http://spreegurke.twoday.net/stories/49594757/

Die jährlichen Verdienste richtig gerechnet:
Netto-Arbeitseinkommen in Deutschland: ca. 570 Mrd. Euro  (36 Mio Menschen arbeiten)
Sozialeinkommen (Rente + Harz IV): 550 Mrd. Euro (weitere 46 Mio Menschen werden mitversorgt, darunter natürlich auch Familienmitglieder der Arbeitenden, die nicht über Sozialeinkommen versorgt werden)
Vermögenseinkommen: Je nach Rechnung 388 Mrd. o. 873 Mrd. in 2010 (vor der Krise 2008 war es noch höher, wird auch wieder steigen), davon profitieren nur 16 Mio Menschen überhaupt (die anderen 80% zahlen insgesamt mehr Zins & Rendite als sie bekommen, das ist nachgewiesen), die reichsten 8 Mio am meisten.

Durch unser Geld- und Finanzsystem wird die Realwirtschaft in die Verschuldung und Enteignung getrieben, während über die Finanzwirtschaft einige wenige immer reicher werden. Dies ist durch die von Menschen geschaffenen Systemregeln mathematisch unumgänglich. Doch da dieses System von Menschen geschaffen wurde, können wir es auch jederzeit ändern. Die Frage ist nur, wie dies am Besten geschieht und wie man das dann in der politischen Realität umsetzt.

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Ebene 1c)

Da das große Geld im Finanzsektor zirkuliert, gibt es noch zahlreiche andere Auswirkungen:
-          Das Finanzwesen agiert international und mit großen Geldmengen, was regionale Regierungen immer mehr entmachtet.
-          Die Werte der Geldanleger dominieren in der Gesellschaft: Profit, materielles Wachstum, Anlagesicherheit. Alle anderen Werte werden durch dieses System untergeordnet.
-          Es entstehen wachsende Machtzentren durch Geldansammlungen, die langfristig die Demokratie und Gleichheit gefährden.
-          Unternehmen werden vom Kapital getrennt, werden von externem Kapital abhängig. Dadurch werden auch deren Mitarbeiter abhängig.
-          Gesellschaftsdienliche Tätigkeiten wie die von Krankenschwestern werden gering entlohnt, gesellschaftlich unrelevante oder schädliche wie von Brokern werden zu hoch entlohnt.
-          U.v.m…

Ende der Ebene 1

Donnerstag, 3. November 2011

Interview "Welt-Geldbetrug" Dr. Hamer

Die Kritik zum heutigen Geldsystem wird immer lauter.
Auf Youtube beschreibt der Dr. Eberhard Hamer in einem Interview, wie aus seiner Sicht das Geldsystem zum Betrug an allen Bürgern verwendet wird: Der Weltgeldbetrug


Eine Zusammenfassung wichiger Stellen:
Dollar: Innerhalb 35 Jahren Geldmenge ver40facht bei nur ver4fachter Gütermenge -> Blase von nicht gedecktem Geld
"Banken sind ein Netzwerk, das hat nicht nur die Betrügerei durch die private FED gemacht, sondern sie haben auch nicht gewollt, dass das erkannt wird, sie haben Desinformation betrieben, ihnen gehört auch die Weltpresse im Wesentlichen und insofern hat die Weltpresse das gebracht, was die wollten. Dass die Rating-Agenturen das auch so gemacht haben, ist gar kein Wunder, denn die Rating-Agenturen gehören denselben Täterbanken, insofern hat eine Tür neben der anderen da mitgemacht. Das war ein Welt-Geldbetrug. Und der Welt-Geldbetrug ist nur deswegen so lange unentdeckt geblieben, weil die Amerikaner diese unvorstellbare Geldmengenvermehrung nicht im Lande gehalten, sondern in die ganze Welt gepumpt haben. Die Welt hatte dadurch eine Scheinblüte, alles boomt - und es boomte tatsächlich - in monetärer Hinsicht. Und es wurden unvorstellbare Geldgeschäfte gemacht, immer stärker, es wurden ungeheure Kredite vergeben, um Geld zu bekommen und Geld anzulegen war im Grunde das Geheimnis des Wohlstandes. ... Allerdings muss ich sagen, ich habe mit vielen Bankern gesprochen, die mich auch beschimpft haben, die waren so doof, die haben das gar nicht erkannt. Ein großer Teil der Banker hat nicht vorsätzlich mitbetrogen sondern sie sind auch betrogen worden und sie sind zu dumm gewesen, diese Entwicklung einfach zu erkennen."